Wer die permanente und frustrierende Preisschlacht um den flüssigen Kraftstoff nicht tatenlos zusehen möchte, kann auf alternative Antriebskonzepte setzen. Benziner kann man problemlos auf den Betrieb von Autogas umrüsten. Eine Umrüstung des Fahrzeuges kostet im Schnitt knapp 2.000 Euro, aber dafür wird die Umrüstung mit erheblich niedrigeren Autogaspreisen belohnt. Der Verbrauch liegt zwar schätzungsweise zehn Prozent über dem Betrieb mit Benzin, amortisiert sich allerdings sehr schnell für Vielfahrer. Einige Neuwagen werden sogar schon von Haus aus mit derartigen Anlagen ausgeliefert, viele allerdings auf Erdgasbasis. Mittlerweile bieten auch immer mehr Tankstellen Erd- oder Autogas zum Tanken an, so dass man nicht befürchten muss, aufgrund „Gas-Mangel“ irgendwann liegen bleiben zu müssen. Außerdem ist die Betankung mit Benzin weiterhin möglich.
Betreiber von Dieselfahrzeugen können ihr Fahrzeug auf den Betrieb von Pflanzenöl umrüsten lassen. Auch hier betragen die Umbaukosten im Schnitt knapp 2.000 Euro, je nach Fahrzeug und Extras. Danach kann man zum Tanken Speiseöl aus dem Supermarkt verwenden, ohne Nachteile im Fahrverhalten fest zu stellen. Allerdings sollte man sich im Vorfeld genauestens erkundigen, ob das eigene Fahrzeug dafür geeignet ist, ohne Schäden am Motor befürchten zu müssen. In der Regel sind nach einer solchen Umrüstung häufigere Wechsel des Kraftstofffilters notwendig.
Immer häufiger werden Hybrid-Antriebe angeboten - allerdings meist nur von japanischen Autoherstellern. Hierbei erfolgt der Antrieb wechselweise über zwei Motorisierungen. Zum einen kommt ein Elektromotor zum Einsatz, der sogar im Stadtverkehr den Verbrauch einer großen Limousine wie den Lexus erheblich senken kann, und zum anderen ein Otto-Motor, der bei höheren Geschwindigkeiten zugeschaltet wird. Leider sind die Anschaffungskosten für solche Modelle noch höher als für die konventionellen Antriebsvarianten. Wird der Wagen aber in erster Linie im Stadt- oder Kurzstreckenverkehr eingesetzt, könnten solche Modelle auf Basis eines Elektromotors ideal sein – auch im Hinblick auf die Umwelt.
Sollte ein älteres Fahrzeug angeschafft werden, muss gerade diesem Umweltaspekt besonders Beachtung geschenkt werden. Viele Großstädte haben mittlerweile sogenannte Umweltzonen eingerichtet. Fahrzeuge mit besonders hohem CO2-Ausstoß dürfen nicht mehr in diese Zonen hineinfahren. Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldstrafe geahndet. Insofern sollte unbedingt ein Gebrauchtfahrzeug mit mindestens EURO-4-Norm gekauft werden. Mit dieser Einstufung sind Käufer derzeit noch auf der ganz sicheren Seite und können problemlos eine grüne Plakette erhalten, die die freie Fahrt in eben diese Umweltzonen garantiert. Neuwagenkäufer sollten stets auf die modernste Schadstofffiltertechnik setzen.